Kongresshalle
Berlin
Forum Stadtbild Berlin
Schloss
Brandenburger Tor
Stand: 23. September 2018

Ihr Eintrag wird vor der Veröffentlichung geprüft. Ihr Moderator ist Wolfgang Schoele.

Kommentar von Hille Marsbacher |

SPK: Das Magazin und Programmwettbewerb sowie "wie weiter?"

Hier der Schluss des Berichts von Rainer Haubrich, weil er die Situation von 2 Jahrzehnten treffend beschreibt:
"Was* davon in eine wiederaufgebaute Bauakademie einzieht und wie das im Raumprogramm umgesetzt werden könnte, dazu sollte ein offener Programmwettbewerb Ideen liefern, der bewusst die Frage nach der äußeren Form aussparte und zunächst einmal Klarheit über die künftige Nutzung bringen sollte. 78 Büros aus dem In- und Ausland nahmen teil, die Ergebnisse wurden Anfang Mai präsentiert. Zu einem eindeutigen Votum wollte sich die Jury indes nicht durchringen und kürte stattdessen fünf sehr unterschiedliche Projekte zu gleichberechtigten Siegern. Es waren detaillierte Geschosspläne mit konkreten Quadratmeterzahlen dabei, aber auch freifliegendere Ideen wie etwa der Vorschlag rotierender Intendanten oder Fassaden als „Wechselrahmen“, die je nach aktueller Ausstellung anders aussehen. Damit war man nicht sehr viel weitergekommen als die 20 Jahre alte Studie der Berliner Senatsbauverwaltung, in der schon einmal präzise Raumpläne für die Nutzungsvarianten „Deutsches Bauforum“, „Europäische Bauakademie“ oder „Berliner Architekturmuseum“ entwickelt worden waren".

* Im vorhergehenden Absatz werden die Namen von Nutzungs-interessierten aufgeführt, die sich in den vergangenen Jahren entsprechend geäußert hatten, u.a. die Technische Universität Berlin oder das Auswärtige Amt für Kulturinstitute, die ihm zugeordnet sind.

Warum sich die Jury des Wettbewerbs für die Gewinner-Vorschläge entschieden hat, dürfte deren Geheimnis bleiben. Aus meiner Sicht sind sie weiter von den Auslobungsbedingungen des Programmwettbewerbs als andere nicht prämierte Arbeiten, die sich beispielsweise wie von der ehemaligen Ministerin genannten Vorstellungen beziehen, entfernt. Frau Dr. Hendricks hatte verschiedentlich ausgeführt (Zitat: „Denk- und Kreativfabrik“ der Baukultur, „die Wissenschaft und Kunst, Forschung und Lehre, Theorie und Praxis unter einem Dach zusammenführt“ und in der auch über das Bauen in Zeiten von „Klimawandel“ und „Integration“ geredet werden solle – ein offenes Haus für alle Akteure der Branche". Wenn man recherchiert, was alles in den vergangenen 20 Jahren erarbeitet worden ist, dann kann man feststellen, dass es durchaus entsprechende umsetzungsfähige Pläne gegeben hat, die sich auch in Wettbewerbsbeiträgen wiederfinden, und die an das oben erwähnt "Deutsche Bauforum" anschließen. Viele Aktivitäten in 20 Jahren - darunter mindestens 2 erfolglose Wettbe-werbe - und jetzt die "denkwürdigen" Prämierungen sind ein skurilles Theater, dass nicht erbaut. Hoffentlich blickt man nicht im Zorn zurück, sondern begreift jetzt die Chance, die sich aus dem Finanzierungsbeschluss zum Wiederaufbau der Schinkelschen Bauakademie bezieht, und bündelt die Kräfte u.a. auch zusammen mit denen, die zielführende Vorarbeiten geliefert haben. Diese zu erkennen, dürfte nicht schwer sein.

Hille Marsbacher

Kommentar von Thal |

Toll, dass so viel Interesse am Wiederaufbau der Bauakademie besteht!
L. Thal

Kommentar von Agathe Münster |

Zum Molkenmarkt

In der Tat. Nur ein Straßenschild lautet in Berlin Mitte auf diesen Namen. Und das Schild steht an einer autobahnähnlichen Straße. Es dürfte spannend werden, welche Reurbanisierungsvorschläge Sie unterbreiten werden.

Agathe Münster

Kommentar von Caroline Dettmann |

Ihr neues Projekt "Molkenmarkt"

In Ihrer Homepage verweisen Sie auf Ihr neues Projekt "molkenmarkt-berlin", für das auch eine besondere Homepage aufgebaut wird. Es gibt da schon einige andere Informationen, die aber immer historisch aufgebaut sind, also im Mittelalter beginnen und die Entwicklung bis zum Straßenbau der Gegenwart aufzeigen. Sie fragen, ob jetzt noch der Marktcharakter zu erkennen sei? Das ist natürlich ironisch oder suggestiv gemeint. Für Sie ergibt sich jetzt die Chance, es anders zu machen, und zwar jedem Bild der Vergangenheit eines des Jetztzustandes gegenüber zu stellen und das zu kommentieren.

Caroline Dettmann

Kommentar von Barbara Klabundter |

Berliner Molkenmarkt

Aus Ihrer Aktivitätenliste habe ich entnommen, dass Sie sich auch mit dem Berliner Molkenmarkt als Projekt befassen; aber Näheres noch nicht aufzeigen wollen. Nun gibt es im Internet schon viel. Es gibt einen B-Plan und die ehemalige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat eine ausführliche und auch schöne Dokumentation erstellt. Auch die Gesellschaft Historisches Berlin sowie ein anderer Berliner Verein (Berliner Historische Mitte) hat sich mit dem Thema befasst. Ih Ihrer Homepage gibt es viele Links. Insoweit frage ich mich, was Neues von Ihnen erarbeitet werden könnte? Ich bin gespannt.

Barbara Klabundter

Kommentar von Marion Matheller |

Durch Anklicken werden kleine Abbildungen größe Postionen.

Schön dass es weitergeht. Nach der Ankündigung habe ich neugierig geschaut wie sich das entwickelt.

Gruß, Marion Matheller

Kommentar von Manuel Grossmann |

Abbildungen in der Homepage

Es ist schön,dass man sich offenbar jetzt entschieden hat, damit zu beginnen, dass die kleinen Abbildungen, die auf Artikel / Informationen hinweisen, durch Anklicken aufgerufen werden können, womit in der Regel deutlich größere Abbildungen / Fotos auf dem Bildschirm erscheinen.

Manuel Grossmann

Kommentar von Eleonora Wüstenfeldt |

Ihre Homepage!
Regelmäßig besuche ich Ihre Homepage. Leider ruht Ihr Gästebuch. Obwohl Ihre Homepage gut gegliedert ist und eine wahre Fundgrube für Informationen zur Stadtentwicklung und einzelnen Projekten ist (Schloss, Humboldt Forum Bauakademie, Friedrichswerdersche Kirche, Kulturforum, Architektur etc.) darstellt, um eine rege Diskussion zu ermöglchen, passiert leider nichts. Beeindruckt bis ich u.a. von einem schon vor längerer Zeit erschienenen Artikel von Prof. Lampugnani zur Bewältigung von NS-Architektur. Es wäre schön, wenn sich u.a. auch darüber eine Internetdiskussion ergäbe.

E. Wuestenfeldt

Kommentar von Raffaela Grünfeldt |

Nutzung der Schinkelschen Bauakademie

Als es noch nicht die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestags gab, den Wiederaufbau der Bauakademie zu finanzieren, sah dies die Errichtungsstiftung Bauakademie vor. Mitglieder eines Verbands der deutschen Bauindustrie sollten als Zustifter gewonnen werden. Die Stiftung sollte dann Finanzierungsbeiträge für den Betrieb zur Verfügung stellen. Die Baufinanzierung fällt nun weg, so dass die Betriebsfinanzierung greifen müsste. Doch das hat wohl bis zur Fertigstellung des Gebäudes Zeit. Wie die Bauindustrie jetzt dazu steht, geht auch den Unterlagen der Errhrtungsstiftung jedoch nicht klar hervor. Früher sprach man dort mit dem Auswärtigen Amt, das zwei Bereich dort unterbringen wollte. Das Deutsche Archäologische Institut vertritt jetzt offenbar seine Interessen selbst. Das zweite Institut war früher die Deutsche Unesco-Kommission. Jetzt scheint es das Goehte-Institut zu sein.

Erstaunlicher Weise gibt die Technische Universität an, dass archtektonische Mastersemester in der Bauakademie wirken könnten. Eine Finanzierung soll angabegemäß über den Hochschulrahmenvertrag sicher gestellt werden.

Im ersten Bauakakdemieforum sprach die Bundesministerin Hendricks davon, dass sie sich auch eine Nutzung durch die Bundesstiftung Baukultur vorstellen könne. Ihre Stiftung hatte früher eine entsprechenden Kontakt mit dem Leiter der Stiftung.

Auch eine kommerzielle Nutzung (Läden und Restaurants) - wie z.T. zu Schinkels Zeiten - sollen zu den Nutzern gehören.

Für die von der Errichtungsstiftung Bauakademie angestrebte Neue Bau-Akademie für die Forschung und Wissensvermittlung in der Wertschöpfungskette Bau dürfte es eng werden. Daraus erklärt sich für mich die Zurückhaltung der Bauindistrie.

Vollends unerklärlich ist für mich in dieser Situation, dass nach Abschluss der Bauakademieforen nun das Bauministerium einen weiteren Ideenwettbewerb starten will, dem dann ein Realisierungswettbewerb folgen soll. Das Gebäude ist doch jetzt schon voll; warum sind weitere Ideen erforderlich? Mit dem Realisierungswettbewerb könnte doch jetzt begonnen werden.

Einen identischen Eintrag habe ich auch im Gästebuch der Errichtungsstiftung Bauakademie vorgenommen.

Raffaela Grünfeldt

Kommentar von E.Liek |

Zum Zustand der Friedrichswerderschen Kirche

Die Antwort der Senatsverwaltung für Stadt­ent­wicklung und Umwelt auf die Anfrage aus der Abgeordnetenhausfraktion der Grünen zum Zustand der Friedrichswerderschen Kirche und Vermeidung weiterer Schäden durch die Nachbarschaftsbebauung (Drucksache 17 -17 604) - siehe Website des Fördervereins Bauakademie www.foedervereins-bauakademie.de - ist ein Zeichen von Obrigkeitsstaatsdenken, das es nicht mehr geben sollte. Aufgabe der Senatsverwaltung sollte die Erhaltung eines wertvollen Denkmals sein, zumal die Friedrichswerdersche Kirche zu den wenigen im Laufe der Zeit unveränderten Bauwerken Schinkels gehört. Stattdessen wird darauf hingewiesen, dass mittels Messsysthemen an der Kirche rechtzeitig auf Schäden hingewiesen werden soll, die durch weitere Bauwerke entstehen könnten. Diese werden nicht ausgeschlossen. Solche müssen verhindert werden, und das ist die Aufgabe der Verwaltumg. Wenn die Personen, welche die Bauvorhaben genehmigen, schon kein Verständnis für den Ort haben, dann sollten sie für die folgen ihrer Entscheidungen haftbar gemacht werden.

Gruß. E Liek

Kommentar von Marie |

Dies ist eine informative und schoene Seite ueber eine wunderschoene Stadt. Ich bin ganz sicher, bald wieder zu Gast in Berlin zu sein.
Gruss Marie

Kommentar von Magdalena Silberspiegel |

Rund um die Friedrichswerdersche Kirche sieht es jämmerlich aus. Es wäre schön, wenn Ihr Verein auch auf diesen Missstand aufmerksam machen würde. Setzen Sie sich bitte dafür ein, dass trotz der Baustelle für die Friedrichswerdersche Kirche und deren Umgebung ein würdiges Umfeld hergestellt wird.

Antwort von Wolfgang Schoele

Berlin, den 21. Februar 2014

Hallo Frau Silberspiegel,

vielen Dank für Ihren Gästebucheintrag über den Zustand rund um die Friedrichswerdersche Kirche. Da sich der befreundete Verein Schinkelsche Bauakademie in dieser Angelegenheit unmittelbar vor Weihnachten an  den Bezirk Mitte gewandt hat, sind wir selbst nicht aktiv geworden, Der Förderverein hat sich inzwischen erneut an den Staatssekretär im Bauamt Mitte gewandt.

Viele Grüße. Wolfgang Schoele 

Kommentar von Phil Vossheinrich |

Phil Vossheinrich
Hallo,
an und für sich berichten Sie bisher unparteilich über das Schlossgeschehen. Sie veröffentlichten auch den Vorschlag von Herrn Prof. Braunfels hinsichtlich der Öffnung des Schlosses zum Marx-Engels-Forum. Die Aktivitäten der neuen Initiative Offenes Schloss ignorieren Sie jedoch ebenso wie (West)-Berliner Presse. Warum? Passt Ihnen die Initiative nicht?

Antwort von Wolfgang Schoele

Hallo Herr Vossheinrich,
Ihre Vermutung, dass das Forum Stadtbild Berlin die Diskussion um den Ostflügel des Schlosses / Humboldtforums verdränge, weil ihm die Richtung nicht passe, ist unzutreffend. Wenngleich das Forum Stadtbild Berlin die Argumentation der Initiative nicht teilt, so wird darüber jedoch berichtet. In der Homepage wird bislang auf 8 Presseveröffentlichungen verwiesen (beispielsweise auf der Seite Aktuelles Februar 2014, aber auch auf der Presseseite.
Gruß Wolfgang Schoele

 

Kommentar von Alexandra Polonius |

Lange Zeit war das Bauakademiegerüst mit grauen Baufolien abgedeckt und sah schrecklich aus. Nun erstrahlt die Simulation mit einer neuen Fassadenbespannung. Daraus dürfte leider zu schließen sein, dass es mit dem Wiederaufbau des Gebäudes noch eine Weile hin sein wird. Unverständlich ist es für mich, warum die Internationale Bauakademie Berlin, die offensichtlich die Simulation nutzt, die Kosten der Neubespannung nicht getragen hat, sondern das Land Berlin die Kosten in Höhe von 80.000,00 Euro übernommen hat, wie es in der Presse hieß.

Kommentar von Bernd E. Ludewig |

Neue Gebäude am Schinkelplatz: Die Ergebnisse des vorgestellten Wettbewerbs sind niederschmetternd, da die Gestaltungsverordnung kaum beachtet wird. Schattenwürfe sollen eine Fassadenstruktur vorgaukeln. Schöner werden die Fassaden dadurch auch nicht. Warum solche Minimallösungen? Ein Mitarbeiter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wird zitiert (siehe Aktuelles / Berliner Zeitung), dass der "Senat alarmiert sei". Die Szenen sind reif für das "Hexenkessel Hoftheater". Man kann gespannt sein, wie die Öffentliche Hand und der Investor (siehe Ihr Schreiben vom 5. Juli 2012) reagiert.

Kommentar von Yvgen Schmidt |

Bauakademie-Hülle: Seit einem Sturmschaden im letzten Jahr fehlte lange an der Seite zum Kupfergraben der Bauakademiesimulation die Fassadenplane. Später wurden die ausgeblichenen Planen an den anderen Seiten entfernt. Es sieht schaurig aus. Warum lässt das Auswärtige Amt das zu.

Kommentar von Franzisca Länger |

Der Vorschlag, dass Thyssen-Krupp statt des eigenen Gebäudes die Bauakademie aufbauen und nutzen könnte, ist reizvoll. Die Bauakademie ist jedoch gegenüber dem geplanten Gebäude viel zu groß. Das Unternehmen hat auch keinen Bezug zur Bauakademie und würde sicher seinen Leistungsanspruch nur in einer modernen Architektur vertreten sehen. Da Thyssen-Krupp gegen die Widerstände letztlich wohl kaum vor dem Staatsratsgebäude aktiv werden dürfte, könnte doch ein Kompromiss gesucht werden. Thyssen-Krupp nutzt ein anderes Gebäude im Berliner Zentrum als Firmenrepräsentanz und spendet den Differenzbetrag zwischen den geplanten Baukosten des gläsernen Kubus und denen, die für eine andere Nutzung anfallen, für den Wiederaufbau der Bauakademie. Dies könnte die Initialzündung für das Aufkommen weiteren Stiftungskapitals sein.

Kommentar von Ulrike Westfalia |

Thyssen-Krupp möchte in der neuen Hauptstadtrepräsentanz nur wenige Räume selbst nutzen. Der überwiegende Teil des Gebäudes soll fremd genutzt werden. Wenn ich die deren Planung richtig interpretiere, dann entsprechen diese verblüffend den Vorstellungen des Fördervereins Bauakademie (Internationales Innovations-, Veranstaltungs-, Ausstellungs- und Konferenzzentrum). Teilflächen könnte Thyssen-Krupp nutzen. Die Firma müsste sicher nicht die gesamten Finanzierungskosten für den Wiederaufbau der Bauakademie tragen, sondern sollte sich “an die Spitze der Bewegung” stellen und andere Interessierte einbeziehen. Da gäbe es sicher eine win-win-Situation für Thyssen-Krupp, die Bauakademiefreunde und für Wiederherstellung der Schinkelschen Kupfergrabenlandschaft

Kommentar von Francois Huebsch |

Um den Thyssenplan, in der Nähe der Bauakademieattrappe und vor dem Staatsratsgebäude eine Firmenrepräsentanz zu errichten, ist es ebenso still geworden wie um den Plan an sich. Der prämierte Entwurf hat zwar architektonisch etwas für sich, doch das Gebäude passt nicht an diese historische Stelle, auch, wenn die zuständige Verwaltung, dies anders beurteilt. Das Argument der Platzeinfassung durch das moderne Gebäude überzeugt nicht, da der historische Schlossplatz nicht mehr vorhanden ist und auch gar nicht wieder hergestellt werden soll. Das Einheits- und Freiheitsdenkmal auf dem Sockel des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Denkmals bildet keinen Ersatz für die ehemalige Bebauung der Schlossfreiheit, so dass der neue Schlossvorplatz am Kupfergraben gar nicht mehr “eingefasst” werden kann.

Kommentar von Nina Constantin |

Es wurde gepokert und die Demarche des Denkmalrats genutzt, um sich des “Problems” zu entledigen. Dabei ist dann der an sich nahe liegende Vorschlag, dass der Investor die Bauakademie wieder aufbauen und teilweise selbst nutzen könnte, offenbar gar nicht weiter behandelt worden, obwohl das Land Berlin die letztlich kostenlose Bereitstellung des Grundstücks angeboten hatte. Eine Chance wurde nicht genutzt. Wenn dann noch geäußert wird, dass der “Verzicht” von Thyssen-Krupp auf die Umsetzung des Projekt bei Rückzahlung des Kaufpreises für das Grundstück vor dem Staatsratsgebäude in Höhe von wenigen tausend Euro, da Entwicklungskoten getragen worden wären, eine “honorige” Geste ist, dann scheinen bei den Beteiligten – um es vorsichtig auszudrücken – sämtliche Maßstäbe einer korrekten Beurteilung der Situation verrutscht zu sein. Allerdings ist eine Bauakademiehängepartie beendet, so dass wieder ein Anfang möglich ist. Die Chancen sollten genutzt werden.

Kommentar von Leonore Liek |

Firmenrepräsentanzen in Berlin anzusiedeln, ist grundsätzlich zu befürworten. Doch der kleine Platz vor dem denkmalgeschützen Gebäude der DDR-Moderne, dem Staatsratsgebäude mit einem Portal des früheren Schlosses, ist dafür denkbar ungeeignet. Das Staatsratsgebäude wird zum Teil verstellt. Auch die Argumentation, dass der Schlossplatz eine Umfassung bedürfe, wird durch den Plan widerlegt, denn das Gebäude des Staatsrates schließt den Schlossplatz ab. Das Thyssen-Krupp-Gebäude würde eine „Ecke“ in dem Platz bilden, und ihn nicht korrekt einfassen. Geradezu absurd ist der Bezug auf die Wiederherstellung des alten Stadtgrundrisses. Welche Schicht ist gemeint? Wenn es die vom Ende des Zweiten Weltkrieges sein sollte, dann hat die Stadtplanung der DDR diese zerstört und neue Fakten geschaffen. Wollte man die Grundrissstruktur wieder herstellen, dann müsste auch das Staatsratsgebäude und dessen bauliche Umgebung einschließlich des Parks wieder verschwinden. Das ist nicht nur unrealistisch, sondern auch Geschichtsvergessen. Nicht alles kann man und soll man zur geplante Gebäude mag eine interessante Architektur haben; diese ist für diesen prominenten Ort völlig ungeeignet und wirkt - Zitat - wie ein "außerirdisches Objekt", das nicht in die Stadt- bzw. Platzstruktur passt. Insoweit ist es auch unverständlich, warum dieser Plan von den Behörden für gut geheißen wird. Es ist zu hoffen, dass nach den vielen Protesten das Unternehmen ein Einsehen hat und von dem Vorhaben Abstand nimmt. Eine Umleitung der Finanzmittel in die Wiedererrichtung der Bauakademie wäre natürlich ein interessantes Projekt, mit dem Thyssen-Krupp in Berlin sicher punkten könnte.

Kommentar von Sven Tatarin |

Schinkelplatz Die sog. "Siegerentwürfe", die zur Errichtung am Berliner Schinkelplatz vorgesehen sind, haben eines gemeinsam Grobschlächtigkeit und Einfallslosigkeit. Dazu angetan, den schönen kleinen Schinkelplatz zu verschandeln. chmuckplatz zu verhunzen, stellt sich die Frage, ob die Verantwortlichen dafür ein Studium bereits begonnen haben, dass sie befähigt, solche Abscheulichkeiten den Berliner und den Touristen anzutun.

Kommentar von Ada Schwarzueller |

Thyssen-Krupp. Dem Beitrag von Herrn Mausbach zum Vorhaben von Thyssen-Krupp, vor dem Staatsratsgebäude in Berlin Mitte eine gläserne Firmenrepräsentanz zu errichten, kann nur voll zugestimmt werden.



Einträge aus den Jahren 2004 - 2011 finden Sie hier.